22.10.2020

Zirndorf kommt zusammen

 Das ist nicht nur das Motto sondern auch der Name der neuen Initiative der WBG Zirndorf. Mit „Zam, – hier komma zam“ ist der Grundstein für die Weiterentwicklung des 2002 begonnenen Quartiersprojekt „Nordstadttreff“, gefördert durch das Bund-Länderprogramm soziale Stadt gelegt. Mit Übernahme der Quartiersarbeit, welche von 2002 bis 2018 von Mitarbeitern der Stadt Zirndorf begleitet wurde, in die Hände der WBG, ist nach einer Phase der Planung nun der Neuanfang manifestiert. 

 Der Name „Zam, – hier komma zam“ beschreibt sehr deutlich, was Quartiersarbeit bedeutet. Eine Vernetzung von und für Menschen, ein Ankerpunkt, eine Anlaufstelle sein, das ist Ziel der Initiative. Das heißt im Umkehrschluss offen sein, für Gedanken, Ideen, Strömungen. Die Wünsche und Ideen der Menschen aufnehmen und umsetzen, das hat oberste Priorität. Dabei sind alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen angesprochen und eingeladen. Dies begründet auch den hohen Stellenwert der Arbeit innerhalb einer Stadt. Die Quartiersarbeit liegt sowohl der Stadt als auch der WBG und ihrem Aufsichtsrat besonders am Herzen. Da Bürgerinnen und Bürger hier Gehör finden und die Stadt mit Ideen prägen. Es ist also ein wichtiges Werkzeug zur Partizipation und Stadtentwicklung. Somit wurden die Weichen für eine Neuausrichtung und Erweiterung der Angebote gestellt. Die Schaffung einer Stelle für vernetzende Arbeit bei der WBG deutet auf die Wichtigkeit hin, die der Initiative zu Gute kommt. 

 Seit September 2020 findet sich das Quartiersmanagement „Zam, – hier komma zam“ in der Breslauer Straße 19a in Zirndorf. Es präsentiert sich mit hellen, offenen Räumlichkeiten die zum Verweilen einladen. Diese sind natürlich barrierefrei, sodass der Besuch jeder Person zugänglich gemacht wird. 

Verschiedene Angebote sind bereits initiiert. 

Zum einen gibt es die erste Anlaufstelle für alle Fragen und Schwierigkeiten, welche im privaten Umfeld auftreten können. Das Zurückgreifen auf ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern und die Begleitung zu deren Besuch ist von großer Wichtigkeit für die Verantwortliche von „Zam,“ Stefanie Seischab. Des Weiteren bieten das Landratsamt Fürth mit dem Netzwerk „Koki – Netzwerk frühe Kindheit“ sowohl die Beratung zu Schwangerschaftsfragen, als auch die Hebammensprechstunde an. Als wichtiges Angebot gilt ebenfalls die Beratung des Frauenhauses, welches allen Frauen die Gewalt erlebt haben offen steht. Erweitert wird das momentane Programm durch ein Kooperationsprojekt, gemeinsam mit der Freiwilligenagentur Zirndorf. Hierbei können Kinder in die Rolle eines Umweltdetektivs*in schlüpfen. Abgerundet werden die Angebote von einer Treffmöglichkeit für Begeistere Strick- und Häkelfans sowie für Menschen die sich für das Nähen interessieren, sobald die gültigen Abstands- und Hygieneregeln dies zulassen. 

Diese Angebote sollen aber nur ein Bruchstück dessen sein, was das Quartiersprojekt bieten kann und will. Die Liste an Ideen ist lang und die Arbeit geht auch in Zeiten von eingeschränkten Möglichkeiten im sozialen Miteinander weiter. So arbeitet Frau Seischab gerade an einer wichtigen Vernetzung für Menschen und Angehörige von Menschen mit Demenz. 

Viele weitere Ideen stehen noch auf ihrer Wunschliste für Zirndorf. So freut Sie sich über alle Neugierigen und lädt ein, sich bei Ihr zu melden, denn keine Idee ist unmöglich, jeder Vorschlag ist willkommen und regt zum Weiterdenken an. 

Alle Informationen finden Sie auch unter www.zam-komma.de.